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Wissensvermittlung

Zur Vermittlung von Wissen ist es besonders wichtig, bedeutsame Wörter zu definieren, da sonst schnell Missverständnisse entstehen.

Wenn es Menschen gelungen ist, neues Wissen zu erzeugen, dann sollte dieses Wissen geteilt werden. Es muss also anderen Menschen vermittelt werden. Erst nach dieser Vermittlung kann das Wissen in den Entscheidungen der Menschen wirken.

Bei der Frage der Wissensvermittlung steht an erster Stelle die Wissensaufbereitung. Es muss geklärt werden, in welcher Reihenfolge das Wissen präsentiert wird, damit es möglichst leicht durch einen Leser oder Zuhörer aufgenommen werden kann. Ebenfalls ist zu klären, ob und wie Visualisierungen helfen können. Hier greift Knowledge Science auf die Didaktik zurück.

Ein Problem, dem sich auch viele Wissenschaftler hierbei in unzureichendem Maße stellen, liegt darin begründet, dass ein Wort, das wir verwenden, für jeden eine andere Bedeutung hat. Im Regelfall gibt es zwar einen Bedeutungskern, der bei Allen gleich ist, aber der genaue Inhalt bleibt vage. Das geht schon bei konkreten und bekannten Dingen los. Ein Wald – Der Kern, den vermutlich jeder teilen wird, ist, dass Wald etwas mit Bäumen zu tun hat. Aber ab wann ist ein Wald ein Wald? Wie viele Bäume braucht es, wie dicht müssen diese stehen? Was ist der Unterschied zu einer Baumgruppe? Wie hoch müssen die Bäume sein? Und so weiter. Hier wird es vermutlich relativ viele unterschiedliche Positionen geben. Sehr viel schwieriger wird es bei abstrakten Worten wie Zufriedenheit, Liebe oder Wissen.

Wenn wir aber nun Wissen über den Wald vermitteln möchten und jeder unter dem Wort Wald etwas anderes versteht, dann führt das zwingend zu Missverständnissen und somit zu Falschwissen. Ein Knowledgescientist plädiert daher dafür, dass immer eine Definition erfolgt, von dem worüber man gerade redet. Dabei ist zu betonen, wenn wir etwas definieren, damit nicht meinen, dass wir anderen unseren Standpunkt aufdrücken und andere Sichtweisen für falsch erklären. Es bedeutet nur, dass wir klarstellen, was wir selbst meinen, wenn wir ein Wort benutzen, damit andere der Argumentation inhaltlich folgen können. Falls also jemand im Internet eine andere Definition von Wissen hinterlegt hat als sie hier gilt, heißt das nicht, dass die eine oder andere falsch ist, es bedeutet nur, dass man nicht über das Selbe spricht, obwohl man die selben Worte benutzt.

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